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Ihr Jürgen Herrmann, MdB
Jürgen Herrmann zur Schulpolitik: Die SPD sollte bei der Wahrheit bleiben
Kreis Höxter. „Ideologie in der Schule schadet der Bildung unserer Kinder!“ Mit dieser klaren Aussage unterstützt der heimische CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Jürgen Herrmann die Forderung des CDU-Landtagsabgeordneten Hubertus Fehring, gemeinsam ein allein an möglichst optimalen Bildungschancen für alle Kinder ausgerichtetes Schulkonzept für den Kreis Höxter zu entwickeln.
„Un- und Halbwahrheiten helfen uns in der notwendigen Diskussion um die Zukunft der Bildung und bei den Entscheidungen über die Zukunftschancen unserer Kinder nicht weiter“, so Herrmann. „Wenn der SPD-Kreisvorsitzende Werner Böhler behauptet, dass in jedem Jahrgang etwa 50 Kinder Schulen außerhalb des Kreises besuchen, bleibt er erstens den Beleg für diese Zahlen schuldig – denn meine Nachfrage hat ergeben, dass weder der Kreis noch die Städte über entsprechende Statistiken verfügen – zweitens verschweigt er ganz bewusst, dass auch zahlreiche Kinder aus dem angrenzenden niedersächsischen und hessischen Raum sowie aus den Kreisen Paderborn und Lippe im Kreis Höxter zur Schule gehen und dafür oft auch weite Wege und erhebliche Fahrtkosten in Kauf nehmen.“
Grundsätzlich, so Herrmann weiter, sei die CDU für alle Optionen offen, die einen Mehrwert für die Bildung versprechen und von den Eltern in genügend großer Zahl gewünscht werden. Eine Schulpolitik der Beliebigkeit, wie von der SPD z.B. im Bereich des Gymnasiums mit der Wahlmöglichkeit zwischen einem acht- oder neunjährigen Bildungsgang bis zum Abitur angedacht, finde jedoch keinesfalls die Unterstützung der Kreis-CDU.
Bisher habe es im Kreis Höxter keine für eine Schulgründung ausreichende Nachfrage nach einer Gesamtschule gegeben.
Bedingt durch den demographischen Wandel, so Herrmann weiter, seinen Entscheidungen über zukunftsfähige Schulstandorte und Anpassung der Schulstrukturen unumgänglich. „Sinkenden Schülerzahlen mit Mammutschulen begegnen zu wollen“, so das Fazit des CDU-Kreisvorsitzenden, „ist allerdings genau der falsche Weg zur Lösung des Problems. Vielmehr müssen wir uns alle gemeinsam darum bemühen, möglichst wohnortnahe Schulstandorte und ein leistungsfähiges Schulsystem in unserem Kreis zu erhalten, das den Bedürfnissen und Fähigkeiten aller Kinder Rechnung trägt.“ Dass die Gesamtschule nicht alle Bildungswünscheerfüllt und nicht für jedes Kind die ideale Schulform sei wisse wohl auch die SPD-Landesvorsitzende und neue NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, denn warum sonst, fragt Jürgen Herrmann abschließend, hätte sie sich dafür entschieden ihren einzigen Sohn auf ein bilinguales Gymnasium zu schicken?
Jürgen Herrmann
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Berlinbrief 09.07.10
